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06.02.: Kerstin Grether in der Kante

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Kerstin_bochum_goldkante
Am Sonntag steht sie samt Schwester San­dra als Doctorella konzertierend am Altar der Christuskirche, einen Tag zuvor ist sie nicht musikalisch, sondern literarisch – und solo – in der Goldkante zu sehen und zu hören – und bleibt dabei doch ganz Gesamtkunstwerk: Kerstin Grether, bekannt durch ihre Romane „Zuckerbaybs“ und „An einem Tag für rote Schuhe“.
Mitunter wird ihr gar die „Erfindung“ des Pop-Feminismus zugeschrieben, begann sie doch schon in den Neunzigern, für die Spex zu schreiben: oft unbequem, stets unberechenbar, über Feminismus, Madonna, Dekonstruktivismus, Indiepop, die Riot-Grrrl-Bewegung und alles, was sonst noch so zu diskutieren war.
Bis heute tut sie das munter weiter –  erfrischend, eindringlich, elegisch – in immer wechselnden Intensitäten, und stellt in der Goldkante einen ganz und gar goldigen Mix aus alten, neuen und zukünftigen Texten vor, unter anderem ihre Kolumne „Wir wir leben wollen“ (aus der kommenden Spex), ihre Kurzgeschichte „Die grüne Fee“ (aus dem grad erschienenen Suhrkamp-Reader „Alles Lametta“) oder auch einen literarischen Antworttext („Der Vogel muss aus dem Ei“) auf Hermann Hesses vor genau hundert Jahren erschienenes Kultbuch „Demian“.
Also, macht’s euch munter auf den Sesseln der Kante bequem, um dieser zwar mitunter unbequemen, aber sehr unterhaltsamen und immer wieder überraschenden Stimme zu lauschen.

Samstag, 06.02. (20 Uhr), Goldkante

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