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06.11.: „Schutt“ in der Rottstraße

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Foto: Sabine Michalak

Schrott und Sperrmüll, Schimpf und Schande, Schund und Sühne – nicht nur weil „Shabby Chic“ ein Begriff ist, der für das Theater in der Schuttstraße, äh, Rottstraße, quasi erfunden worden sein könnte, passt das ebenso verstörende wie vielschichtige Stück „Schutt“ von Dennis Kelly in die Schrott-, äh, sorry, Rottstraße, wie die Faust aufs Auge des Betrachters – beziehungsweise wie das Schwermetall zum Sondermüll. Tim-Fabian Hoffmann und Johanna Wieking als Brüderchen und Schwesterchen Michael und Michelle schwanken hier unter der Regie von Michael Lippold grandios zwischen Hass und Liebe, wanken grandios durch Wahrheit, Wahn und Sinn, waten durch Traum, Alptaumhaftigkeit und Wirklichkeit, warten auf ein kleines bisschen Glück im ganzen großen Unglück:
Tim hat ja in der Rottstraße schon in „Othello“, der „Odyssee“ und „Der Kissenmann“ für Aufsehen gesorgt, Johanna kennt man vor allem aus Prinzregenttheater-Hits wie „Tschick“ oder „Bilder deiner großen Liebe“ – also, komm spiel hier mit den Schmuddelkindern, das dekorativ verlotterte Darstellerpärchen ist eine Schau!

Oder (um es mit Wir sind Helden zu sagen und zu singen): So viel kaputt, aber so vieles nicht, jede der Scherben spiegelt das Licht, so viel kaputt, aber zwischen der Glut, zwischen Asche und Trümmern, war irgendwas gut.

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Schutt: Sonntag, 06.11. (19.30 Uhr), Rottstraße-5-Theater

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