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10.02.: Weg in die Zukunft in Langendreer

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Die gute alte Geschichte der „Odyssee“ in diesen unseren heutigen Zeiten auf die Bühne zu bringen, ist natürlich schon eine ebenso nette wie naheliegende Idee – und dabei das Ziel der gefahrvollen Reise umzukehren, natürlich ebenfalls: Nach den Schrecken des Krieges sucht man hier nun nicht wie einst Odysseus und seine Mannschaft mit Klugheit und jeder Menge Kraft und Kreativität einen Weg zurück in die alte Heimat, sondern eben eine neue Heimat in der Fremde – und in diesem unbekannten Land namens … Zukunft.

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Auch dieses Jahr führt die Wittener Abteilung der Projektfabrik unter dem Motto „Jobact Sprachkultur“ also wieder ein „berufsqualifizierendes Projekt“ im Bahnhof Langendreer durch. Letztes Jahr hatte Romy Schmidt hier Aristophanes‘ „Vögel“ auf die Bühne gebracht, dieses Jahr führt Predrag Kalaba Regie und ermöglicht es den Darstellern, vor allem deren eigene Erlebnisse und ganz persönliche Erfahrungen (und jede Menge Musik) in diese szenische Theater-Collage einfließen zu lassen.
Am roten Faden der Odyssee entlang reihen sich die indivduellen Spiel-Stationen wie eine kunterbunte Perlenkette aneinander.

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Momentan laufen (wie auf diesen Bildern zu sehen) die Proben noch auf Hochtouren, insgesamt zwanzig Menschen aus 14 Nationen, allesamt „Arbeitssuchende mit unvollständigen Deutschkenntnissen“, beschäftigen sich hier intensiv mit dem Verlust der Heimat, den Herausforderungen, Härten, Hindernissen auf dem Weg durchs Leben und die Welt, mitunter munter humoresk, mal tragisch, mal komisch, mal absurd. Große Gefühle, Tragik und … ja, Humor mit Homer, diese Reise ist sowohl für die Darsteller als auch für die Zuschauer ein wahres Wechselbad der Gefühle.

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Insgesamt dauert das ganze Projekt zehn Monate, und umfasst neben der sechsmonatigen Phase des Entwickung und Erabeitung dieses Theaterprojekts unter anderem auch Sprachtraining, Bewerbungsmanagement, „zielgruppenspezifische Biografiearbeit“ und begleitete Betriebspraktika. Die Teilnehmer entdecken dabei oft eigene Stärken, von denen sie vorher noch gar nichts wussten, der theatrale Aufbruch in eine ungewisse oder gar unsichere Zukunft ist für viele auch ein ganz persönliches „Abenteuer“, das hier hoffnungsfroh mit jeder Menge Optimismus angegangen wird.

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Den „Weg in die Zukunft“ frei nach Homer wird es im Bahnhof Langendreer zwei Mal zu sehen geben, am Mittwoch, den 10., und am Donnerstag, den 11. Februar.

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Mittwoch, 10.02. (Premiere), + Donnerstag, 11.02. (beidesmal um 19.30 Uhr), Bahnhof Langendreer

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