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10.04.: Premiere – Daniel Kunze inszeniert die Odyssee

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daniel kunze rottstraßeDaniel Kunze ist 28, kommt aus Österreich, lebt in Bochum – und setzt im Rottstraße-5-Theater gleich mehrere Traditionen fort, wenn er am Sonntag, den 10. April, zur Premiere der von ihm aufgrund seiner eigenen Textfassung inszenierten „Odyssee“ bittet.

Denn erstens absolviert Daniel Kunze zur Zeit den Studiengang Regie an der Folkwang-Uni und setzt so die bewährte Zusammenarbeit des Rottstraße-5-Theaters mit der Folkwang Universität der Künste fort. In den letzten drei Jahren ergaben sich im Rahmen dieser fruchtbaren Kooperation ja schon die schönen Stücke „Herzog Theodor von Gothland“ und „Macbeth“ sowie zuletzt das tolle „Traumspiel“ von Laura Junghanns. Letzere stellte als Regisseurin danach dann ja die „Helden“ im Prinzregenttheater auf die Bühne.

Zweitens ist der dreiteilige sogenannte Troja-Zyklus aus den wilden Anfangstagen des Rottstraße-Theaters vielen  Zuschauern ja auch nach fünf, sechs Jahren noch in allerbester Erinnerung – und Homers abenteuerliche „Odyssee“ bekanntlich die Fortsetzung seiner „Ilias“ um den dramatischen Kampf um Troja.

Und drittens ist ja auch Albert Camus in der Rottstraße wahrlich kein Unbekannter – sein „Caligula“ läuft hier noch immer, und, so viel wollte Daniel nun heute Vorfeld doch schon verraten: Der Odysseus seiner Inszenierung ist ein Suchender, Reisender, Rastloser ganz im Geiste und Sinne von Camus. Nicht nur, dass der antike Held auf einer der zahlreichen Stationen seiner Fahrten auch den guten alten Sisyphos trifft, nein, in der Bewältigung seines nicht enden wollenden Aufgabenreigens wird dieser Odysseus dem philosophischen Camus’schen Sisyphos-Bild mehr ähneln als mancher Zuschauer bislang ahnte.

Sonntag, 10.04.(19.30 Uhr), Rottstraße-5-Theater

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