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10.–13.11.: Zeitzeug_Festival 2016

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Letztes Jahr hab ich dieses „partizipative Labyrinth“ mit „revolutionärem Gefummel“ ja schon als „angenehm unaufgeräumt, beständig unsortiert und sympathisch chaotisch“ beschrieben, und auch dieses Jahr kommt, hoppla-hopp, das Zeitzeug_Festival wieder äußerst überraschend daher – und einem ein wenig spanisch vor: Ob nun El Cuco Projekt in „Acts of Politenesss“ „am Knotenpunkt von Bildender Kunst und Choreographie und der kreativen Verflechtung dieser Kunstformen“ agiert (Foto unten) oder einen das Sächsische-Schweiz-Kollektiv „mit auf atemlose und humorvolle Reisen durch die Galaxien ihrer Fantasie“ nimmt (Foto oben), ob nun Ruby Behrmann „Fragen zu Pop- und Hochkultur, Repräsentation von Identitätskonstrukten und Intimität und dessen Verwertbarkeit“ künstlerisch bearbeitet oder Laura Eggert und Lisa Schettel ihre „partizipative Dauerinstallation“ „Kiss me hard before you go“ „an der Schnittstelle von Performance, Installation und Happening“ realisieren – was sich wirklich hinter all diesen Ankündigungen verbirgt, soll und muss wohl jeder selbst herausfinden. Und zwar dieses Jahr vor allem im Musischen Zentrum an der Ruhruni – ob das nun als eine Art von Rückkehr oder Rückzug zurück zu klassischer Theaterbühne und konventionellem Theaterbegriff zu verstehen ist, oder eben als Versuch, „die Spielstätte neu zu erforschen“, auch das wird hier wohl noch herauszufinden sein.

Außer im Musischen Zentrum an der Uni werden vereinzelt verstreut in der Stadt allerdings auch noch die Rottstraße-5-Kunsthallen, das Theater der Gezeiten in der Schmechtingsstraße, das Tor5 am Westpark und die Stadtbücherei bespielt, als Festivalzentrum dient derweil das Beratungszentrum Rosa Strippe.

Und wer sich zum Start ins Zeitzeug erst einmal nicht direkt festlegen oder mit möglicherweise schwer verständlicher oder verdaulicher szenischer Kost anlegen will, sondern lieber mit Musik beschäftigen oder einfach nur Party machen, der ist am Eröffnungstag erst einmal beim Postrock-Konzert von Nōsiyah (am Donnerstag, den 10. November, ab 21.30 Uhr im Musischen Zentrum) oder bei der Party mit Elias Sander sowie Jp & Smart (am Donnerstag, den 10. November, ab 23 Uhr im Schumacher Club) allerherzlichst willkommen. Alles weitere wird sich finden – und herausfinden lassen.

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Foto: Meyer Originals

Donnerstag–Sonntag, 10.–13.11., Musisches Zentrum der Ruhruni, Rottstraße-5-Kunsthallen, Stadtbücherei, Tor5, Theater der Gezeiten, Rosa Strippe, Schumacher Club

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