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15.10.: Neonschwarz

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„Die Kids sind zu müde, um in die Schule zu gehn, denn ab jetzt ist jede Nacht Bambule hoch zehn!“ Solcherlei HipHop-Lyrik gefiel der Bundesprüfstelle für „jugendgefährdende“ (also ganz ganz schlimme) Sachen vor fünf Jahren gar nicht; das Album „Neonschwarz“ der beiden auffällig aufmüpfigen Zeckenrapper Johnny Mauser und Captain Gips wurde kurzerhand indiziert; der Song „Flora bleibt“, der sich für den Erhalt der berühmten besetzten Roten Flora in Hamburg stark machte, wurde dadurch freilich erst recht zum Kult: „Von der Flora kriegt ihr nix, höchstens Tritte ins Gesicht!“

Statt einfach mal mit schlechtem Gewissen in sich zu gehen, ließen sich die zwei bösen Boys allerdings das Rappen nicht verbieten und machten aus dem ursprünglichen Platten-Projekt eine richtige Band gleichen Namens mit immer noch allerlei anarchisch-autonom-antikaptalistischen Aus- und Ansagen. Und weil sich in Bochum-Langendreer angeblich ja auch „unterm Asphalt der Strand“ und manch militante Tante und rote Socke finden lässt, sollte der morgige Konzertabend mit lässig linksradikaler Note doch wohl für ein proppenvolles Haus sorgen: „Wer keinen Platz zum Pennen hat und wer bisher noch kein Zimmer fand, kommt alle mit, verdammt wir holen uns unser Nimmerland!“

Donnerstag, 15.10. (20 Uhr), Bahnhof Langendreer

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