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27.04.: Unter Gleisen – Künstlergespräch in der Rottstraße

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andre bagh bochum

Dass Kunst durchaus auch was mit Handwerk zu tun hat, beweist auf diesem Bildchen Andre Bagh, der seine von der Decke der Kunsthallen baumelnde Glasplatte noch einmal sanft und sogfältig mit der Wasserwaage nachjustiert, damit sich das auf jener Glasplatte befindliche Weinglas dank der Vibrationen der über den Rottstraße-Räumlichkeiten dahindonnernden Züge fein, fragil und so langsam wie möglich bis zum drohenden Rand der Scheibe bewegt. Möglich auch, dass es irgendwann runterfällt (Scherben bringen Glück und für Ersatz ist gesorgt), und während Andre noch voll konzentriert beschäftigt ist, haben Britta Frechen und Beate Gärtner, die dem jungen Mann da von hinten bei der Arbeit zukucken (eine Tätigkeit, die mir persönlich übrigens auch sehr liegt), mir zuvor schon ein paar erläuternde Worte zu ihren eigenen Werken mit auf den Weg durch die Ausstellung gegeben.

Beschäftigt haben sich alle drei (sowie zwölf weitere) Bildhauerei/Plastik-Studierende der Essener HBK (Hochschule der Bildenden Künste) eingehend mit den räumlichen Gegebenheiten der Rottstraße-5-Kunsthallen, die mit ihrer Lage in den Brückenbögen „Unter Gleisen“ dem Titel der Ausstellung halt ihrerseits alle Ehre machen. Sinn machen tun daher alle fünfzehn Installationen, wobei ich eindringlich empfehle, sich als Besucher – so wie ich auch – zum besseren Verständnis ein paar hilfreich erklärende Worte auf den Rottstraße-Rundgang mitgeben zu lassen. Das macht nicht nur Sinn, sondern auch Spaß. Also nix wie ab zum Künstlergespräch!

Mittwoch, 27.04. (18 Uhr), Rottstraße-5-Kunsthallen

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