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29.10.: Blaubart – Hoffnung der Frauen

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Als kein besonders toller Hecht und auch nicht so prächtig bärtig wie der Sage nach erscheint der Titelcharakter in Dea Lohers eher schräger „Blaubart“-Bearbeitung: Hier ist der Mann ein eigentlich ja ganz netter, aber irgendwie auch recht langweiliger Schwächling und Schuhverkäufer namens Heinrich. Dass seine erste Liebe sich umgebracht hat, ist natürlich tragisch, genauso wie das tödliche Schicksal, das fortan jeder Frau, die er näher kennen und lieben zu lernen versucht, droht.

Die Debüt-Inszenierung von Selen Kara am Bochumer Schauspielhaus legt ihre Gewichtung im doppelbödigen Beziehungsreigen denn auch weniger auf diesen armen Damenschuhverkäufer (mit dem mörderischen Fluch im Gepäck und ohne Eigenschaften im Genick) als auf die holde Damenwelt selbst: Starke Frauen-Figuren dominieren dieses augenzwinkernd mit „Hoffnung der Frauen“ untertitelte, unterhaltsame und unternehmunsgslustige Unterfangen zwischen Geschlechterkampf und Genrepotpourri, Geheimniskrämerei und Groteske.

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Donnerstag, 29.10. (19 Uhr), Theater unten im Schauspielhaus

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