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29.11.: Fritz-Wortelmann-Preis-Verleihung

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Es gab einmal eine Zeit, da gehörte der heutige Stadteil Werne noch nicht zu Bochum, und in eben dieses Werne wurde zu eben jener Zeit, genauer gesagt: vor über hundert Jahren, Fritz Wortelmann hineingeboren. Der setzte sich Zeit seines Lebens mit Leib und Seele für die deutsche Figurenkunst- und Puppentheaterszene ein: Ihm ist’s unter anderem zu verdanken, das heute in Bochum das Deutsche Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst beheimatet ist, im übrigen in einem alten Wasserturm, der einst zufälligerweise genau zu jenem Zeitpunkt an der Hattinger Straße erbaut wurde, an dem gleichzeitig auch Fritz Wortelmann in Werne geboren wurde.

Auf das unermüdliche Engagement des alten Fritz ist freilich auch die Geburt des inzwischen international renommierten Puppentheaterfestivals Fidena (= Figurentheater der Nationen) zurückzuführen; kein Wunder also, das man ihm zu Ehren auch einen schicken Preis ins Leben gerufen hat: Der neue Fritz wird in diesem Jahr bereits zum 44. Mal vergeben, „dreißig Mitwirkende werden 23 Wettbewerbsbeiträge in fünf Bochumer Spielstätten präsentieren“ freut sich Forum-&-Fidena-Leiterin Annette Dabs, und auch wenn ich selbst nach mehrmaligem Durchstöbern der nur bedingt übersichtlichen Programmbroschüre auf nur 22 Wettbewerbsbeiträge komme, ist das ja immer noch eine ganze Menge Puppenholz.

Die drei verschiedenen Kategorien im Wortelmann-Wettbewerb (bewertet von gleich drei verschiedenen Jurys) heißen „professioneller Nachwuchs“„Jugendclubs und Schultheater“ sowie „erwachsene Amateure“.

Die fünf Spielstätten sind das frisch aufgemöbelte Prinzregenttheater und die grad neu eröffnete Zeche1 im momentan aufblühenden Kreativquartier an der Prinz-Regent-Straße, das Rottstraße-5-Theater und die Rottstraße-5-Kunsthallen sowie das Kulturhaus Thealozzi auf der Pestalozzistraße.

Der Vorstellungen des Wettbewerbs starten am späten Donnerstagnachmittag (im Prinzregenttheater und auf der Zeche1) und enden am frühen  Sonntagabend (an gleicher Stelle).

Wer also nicht mehr warten will, bis die kunterbunte Vielfalt der deutschen Puppentheaterszene nächtes Jahr als riesengroße RTL-Show mit Bochumer Beteiligung über den Bildschirm flimmert, der kann sich hier drei tolle Tage vor Ort lang gründlich informieren und (nicht nur, aber auch) köstlich amüsieren.

Das Foto oben stammt übrigens aus aus dem Stück „Fürchten“ von den profesionellen Newcomern der Manufaktor-Truppe aus Berlin (zu sehen am Donnerstag, den 26.11., um 21 Uhr in der Zeche1), das Foto unten aus „Herr Burczik hat sonst nie Besuch“ vom Jugendclub des Puppentheaters Magdeburg (zu sehen am Samstag, den 28.11., um 11 Uhr, ebenfalls in der Zeche1).

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Die feierliche Preisverleihung findet dann am Sonntag, den 29.11., um 11 Uhr im Rathaus statt.

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