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Artist Talk: Gregor Schwellenbach

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GREGOR SCHWELLENBACH

26.01.2016: Auch eine Popikone wie (zuletzt) David Bowie (als Thema) oder (letztes Jahr) ein Produzentengott wie Moses Schneider (als Gast) mussten ihrerseits noch mit dem (eher kleinen) Seminarraum des Popinstituts Vorlieb nehmen, Gregor Schwellenbach allerdings durfte jetzt beim „Artist Talk“ im Rahmen der Ringvorlesungs-Reihe ins benachbarte Prinzregenttheater umziehen. Kein Wunder, unterrichtet Gregor seinerseits doch selber an der Bochumer Popakademie – und durfte somit auf das rege Interesse all seiner Studenten zählen, die von ihrem weisen Dozenten denn auch gleich den ein oder anderen guten Rat für ihren weiteren Lebensweg mitgegeben bekamen. Doch nicht nur das: Im lockeren Gespräch mit Hans Niewandt plauderte Gregor Schwellenbach so manches krude Anekdötchen aus seiner kurvenreichen Karriere aus, berichtete von seinen vielfältigen Erfahrungen im vermaledeiten Musikgeschäft, seinen krassen Geschmackswandlungen vom Jazz über die Klassik hin zum Pop, und von seinen Anfängen als Mitglied eines kokett flotten Herren-Dreiers mit schwul-schlageresken Chansons über das quasi-industrielle Zusammenzimmern von zig Theatermusiken am Fließband bis hin zur emotional-orchestralen Soundtrack-Untermalung schwülstiger RTL-Schmonzetten. Ich selber hätte mir zwar wenigstens noch ein paar kleine appetitmachende Infokrümel über all seine aktuellen Projekte und Produktionen gewünscht (der „neueste“ angespielte Track des Abends war leider stolze 15 Jahre alt), der Unterhaltsamkeit dieses charmanten Blicks in die Vergangenheit tat die Abwesenheit der künstlerischen Gegenwart freilich keinen Abbruch.

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