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Diaa Nammoura: Von Syrien in die Zentralen Dienste

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„Wenn ich Städte wie Berlin, Hamburg oder München besuche, freue ich mich jedes Mal wieder zurück in Bochum zu sein“, lacht Diaa Nammoura, und, ja, man nimmt ihm seine Liebe zur Perle im Revier ab.
Gewohnt hat er in Bochum zuerst an der Herner Straße, bevor er nun endlich seine erste eigene Wohnung in der Hattinger Straße beziehen konnte.
Geflohen ist er vor rund einem Jahr aus Syrien, seine Mutter und seine Schwester kamen auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer ums Leben.

Zuvor hatte der 25-Jährige in Syrien noch zügig und zielstrebig sein Architekturstudium (vergleichbar dem europäischen Bachelor of Arts) abgeschlossen, selbst wenn er schon vorher immer wieder mit dem Gedanken ringen musste, seine Heimat zu verlassen.
Sein Vater hatte sich vom Fliesenleger zum Fabrikbesitzer hochgearbeitet, bis Bomben alle Träume und die Zukunft der Familie in Damaskus zerstörten.
Nun hat Diaa Nammoura in Bochum Zuflucht gefunden – und Arbeit: Bei den Zentralen Diensten der Stadt, also in jener Abteilung, die für das städtische Gebäudemanagement verantwortlich ist (früher nannten wir das, glaube ich, „Hochbauamt“).
Hier macht er zur Zeit ein Praktikum als Architekt.

Nach dem letzten von insgesamt fünf Sprachkursen plant er nach dem sechswöchigen Praktikum schon für nächstes Jahr, ein Masterstudium in seinem Studienfach an der Ruhruni zu absolvieren.
Und übrigens: Bei den Zentralen Diensten wird (der zudem grad frisch verlobte) junge Mann momentan vorwiegend in eben jener Planungsabteilung eingesetzt, die unter anderem auch die Bauanträge für Flüchtlingsunterkünfte bearbeitet …

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