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Kemnade Live II

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„Nur als stummer, anspruchsloser, jederzeit und überall verfügbarer Arbeiter ohne Rechte soll er dienen – und lediglich im Schatten wird er als Mensch erkennbar“. Diesem Bild vom „Gastarbeiter“ entgegenzuwirken, trat in den Siebzigern das sogenannte „Ausländerfestival“ Kemnade International an – seines Zeichens Vorläufer des mittlerweile alle zwei Jahre an der Jahrhunderthalle stattfindenen Festivals Ruhr International: „eine Veranstaltung von und mit Menschen, die aus den sogenannten Entsendeländern zu uns gekommen sind“, die seinerzeit zum Vorschein bringen will, was die Menschen „außer ihrer Arbeitskraft mitgebracht haben: ihre Formen des Lebens und Zusammenlebens, ihrer Kultur“. „Nicht um eine weitere Ausbeutung: die Präsentation des Wilden, Fernen, Bunten nach den Richtlinien des satten deutschen Geschmacks geht es dabei, sondern um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der kulturellen Herkunft und der Situation der Ausländer in unserem Land“. Die Platte Kemnade Live II versammelte damals einige Mitschnitte vom sechsten „Ausländerfestival“ Kemnade International im Jahre 1979 sowie Auschnitte aus einem Konzertprogramm, das im Frühjahr 1980 im Kunstmuseum Bochum stattfand.

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