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Nee danke, „Streets of London“ mag ich nich so

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duncan fulton bochum

Immer, wenn ich Duncan Fulton in der Bochumer Innenstadt „Streets of London“ von Roger Whitaker, äh, Cliff Richard, äh, Ralph McTell singen höre, merk ich, wie sehr mir dieser olle „sozialkritische“ Sixties/Seventies-Song und vor allem dessen vorwurfsvoller Refrain „So how can you tell me you’re lonely“ auf die Nüsse gehen – „Wie kannst du es nur wagen, zu behaupten, du seist einsam!“, kuck mal, andern Leuten geht es doch viel schlechter als dir, die sind doch noch viel viel ärmer dran als du: Ey, diese Aussage mit ihrem erhobenem Zeigefinger hat mich schon als Kind gestört, wenn das Liedchen ab und an im Radio kam.

Sorry, aber: Jeder Mensch hat das Recht, traurig zu sein, depressiv zu sein oder sich total einsam und verlassen zu fühlen. Mit Geld hat das oft nur wenig zu tun. Mich braucht niemand hochmoralisch „by the hand“ zu nehmen, um mir zu zeigen, wie gut es mir doch geht. „I’ll show you something to make you change your mind“? Nein danke, der dumme Spruch „Stell dich nicht so an“ war noch nie besonders stimmungsaufhellend, sondern immer schon ein reines Totschlagargument und eine echt unnötige Killerphrase.

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