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The Beck Foundation

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10.10.2015

saint
Unverhofft kommt oft und Mitte der Neunziger hatte ein gewisser lustiger Musikant namens Beck ausgerechnet einen Überraschungserfolg mit einem liederlichen Liedchen namens „Loser“, das er ursprünglich gar nicht erst als Single veröffentlichen wollte. Seitdem versucht sich der ebenso grenzgeniale wie widerspenstige Beck freilich allen möglichen Anforderungen des Mainstream-Markts zu verweigern und, gemäß seines Album-Titels „Mutations“, immer wieder neu zu erfinden. Neben coolen Kollaborationen mit Künstlern wie Feist, Björk, Charlotte Gainsbourg, Thurston Moore, David Bowie oder Philip Glass schoß der überzeugte (und deswegen freilich auch nicht ganz unumstrittene) Scientologe vor drei Jahren mit einem sehr ungewöhnlichen Projekt erst recht den Vogel ab: Er brachte ein „Album“ raus, das er selbst gar nicht veröffentlichte. Ein „Album“ als reine Idee – der Allgemeinheit zur Verwurstung zur Verfügung gestellt: Sein „Song Reader“ ist eben nur ganz genau das und deswegen ein echter Coup: ein „Song Reader“ – zwanzig Songs als Notensammlung in Buchform.

Seit der Veröffentlichung des Bandes haben andere Künstler wie Norah Jones,  Jack White, Jack Black, Laura Marling oder die Sparks jeweils eigene Versionen von Songs aus dem Büchlein aufgenommen, im Café Eden auf der Herner Straße hat neulich die Band Saint Dude Foundation ihre Interpretationen der Beck’schen Partitur vorgestellt. Neu am Mikro vorgestellt hat sich hier übrigens auch der Dude Hannes Weyland, den man sonst vielleicht eher als folkigen Solo-Singer/Songwriter oder durch sein Bonsaifestival „3Klang“ im Dortmunder Subrosa kennt – als tiefergelegte Sanges-Stimme dieser (übrigens nach einem der in Becks Songbook enthaltenen Lieder benamsten) Truppe macht der Hannes jedenfalls auch eine gute Figur!

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