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Was wird jetzt eigentlich aus dem Nordbahnhof?

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nordbahnhof bochum

„Irgendwie fehlt mit ja schon die Rotunde. Vor allem, wenn bald der Sommer kommt.“

„Ja.“

„Was ist denn mit diesem Gebäude hier? Das steht doch auch schon seit Jahren leer.“

„Das da? Das ist der sogenannte Nordbahnhof.“

„Und? Kann man da nicht so was wie die Rotunde reinmachen?“

„Keine Ahnung, das Ding gehört der Fiege-Brauerei, und die hatte zuletzt sogar mal einen Antrag auf Abriss des Gebäudes gestellt. Also, Jürgen und Hugo Fiege, um genau zu sein.“

„Echt? Das wär aber schade.“

„Ja. Vorher war auch mal angedacht, da irgendwas Gastronomisches reinzupacken, also so ein ‚Brauhaus Fiege‘-Restaurant oder so, aber daraus ist nix geworden.“

„Und jetzt wird das Gebäude echt abgerissen?“

„Nein, jetzt wird erst nochmal der Denkmalschutz geprüft. Und die Fiege-Brüder warten auch erstmal ab.“

„Das kann dauern.“

„Ja, das kann dauern. Aber das daraus mal irgendwann sowas wie die Rotunde wird, ist mittlerweile eh eher unwahrscheinlich.“

„Wieso?“

„Weil mittlerweile klar ist, dass das Bahnhofsgebäude im Zweiten Weltkrieg auch als Ausgangspunkt für die Deportation jüdischer Bürger diente. Da wurde oder wird wohl jetzt grade ein Verein gegründet, der den Nordbahnhof zu einem Ort des Gedenkens machen möchte.“

„Oh, das ist natürlich auch ein wichtiges Anliegen. Ernsthaft jetzt!“

„Ja, auf jeden Fall.  Das Gebäude sollte auf jeden Fall erhalten bleiben. Ich glaube, solch einen ‚Erinnerungsort‘ hat Bochum nämlich tatsächlich noch nicht.“

„Okay. Gut. Mal schauen, was das gibt.“

„Ja.“

„Ach Mensch, die Rotunde fehlt mir allerdings trotzdem …“

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